Der Rote Kakadu in der Jeetzeschule

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Jugendliche springen mit „unzüchtigen Verrenkungen“ auf den Tanzflächen herum! Sie kleiden sich in Lederjacken und Nietenhosen und kämmen sich eine Ente – die mit viel Pomade gestylte Frisur, die am Hinterkopf wie ein Entenschwanz aussieht: Rock‘ n‘ Roll in der DDR in den 1960er Jahren war nicht nur eine kulturelle Kampfansage. Die SED befürchtete gar ein Unterwanderung des Ulbricht‘schen Sozialismus, dessen schnellster Takt der Kosakentanz des Brudervolkes aus dem Osten war.
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Im legendären Roten Kakadu, einer Tanzkneipe in Dresden, wusste man das nur zu gut und zelebrierte bewusst den Rock. Und was hat das nun im Jahr 2014 mit der JiS zu tun? Wer diese Frage stellt, hat eine der mit bislang besten Theateraufführungen der Jeetzeschule verpasst. Im September präsentierte die neue elfte Klasse, Jangtsekiang, ihr Projekt, das sie im Zethlinger Rüstzeitheim gemeinsam mit Charlotte Knappstein und Nicoletta Geiersbach entwickelt und einstudiert haben. Ein nachdenkliches Stück in neun Szenen. Als Vorlage diente dabei der Film „Der rote Kakadu“ von Dominik Graf. Im Januar, zum Tag der Offenen Tür am 17. Januar, ist das 40minütige Theaterstück noch einmal zu erleben.
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