Klappe die Erste: Elftklässler produzieren Youtube-Film

Projektwoche der Medienanstalt Sachsen-Anhalt an der Salzwedeler Jeetzeschule geht heute mit Vorführung zu Ende

Salzwedel: Konzentriert sitzen die Elftklässler der Salzwedeler Jeetzeschule an einem Laptop. Ruven Dietrich erklärt den Teilnehmern der Projektwoche bis ins kleinste Detail, worauf beim Schnitt eines Videos geachtet werden muss. Der Medienprofi der Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt ist mit zwei Kollegen seit Montag in der Bildungseinrichtung aktiv. Innerhalb von fünf Tagen soll ein Youtube-Video entstehen.

„Am Montag haben wir zunächst einmal mit der Theorie begonnen. Wir haben mit den Jugendlichen über ihre Erfahrungen mit Youtube-Videos gesprochen“, berichtet Christian Klisan von der Landesmedienanstalt. Dabei sei es nicht nur um Aufbau und Schnitt eines solchen Films gegangen, sondern auch darum zu überlegen, wie man ein qualitativ hochwertig anmutendes Video erstellen kann.

Danach wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt und die eigentliche Arbeit konnte beginnen. Schließlich soll am Ende ein 25- bis 30-minütiger Film herauskommen.

„Wir haben uns dazu entschieden, eine richtige Youtube-Show zu produzieren. Es wird einen Nachrichtenteil geben und auch eine spannende Suche nach einem Einhorn. Die Schüler sind dabei vom Drehbuch über das Filmen bis zum Schnitt selbst für alles verantwortlich. Wir sind nur zur Unterstützung da“, so Christian Klisan.

Die Idee hinter diesem Medienprojekt ist so einfach wie genial: Durch den Umgang mit der Technik sollen die Jugendlichen später nicht nur selbst Filme produzieren können, sondern vor allem reflektieren, was ihnen im Fernsehen und Internet gezeigt wird. „Sie können dann erkennen, wo ein Film geschnitten wurde und an welcher Stelle man getrickst hat“, sagt Christian Klisan.

Ihren fertigen Film wollen die Projektteilnehmer heute um 12.30 Uhr ihren Mitschülern in der Jeetzeschule präsentieren. Ob das Video auch bei Youtube hochgeladen werden soll oder etwa im Offenen Kanal Salzwedel zu sehen sein wird, darüber können die Jugendlichen selbst entscheiden. „Sie wissen, dass sie dafür auf Urheberrechte etwa von Musiktiteln achten müssen. Außerdem benötigen sie eine Einverständniserklärung der Eltern, da die meisten noch nicht 18 Jahre alt sind“, erklärt Christian Klisan die Hürden für eine Veröffentlichung.

Der Fokus des Medienprojektes liege jedoch nicht darauf, sondern auf der Steigerung der Medienkompetenz der Teilnehmer.

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