Alle Skeptiker widerlegt

Reformpädagogische Einrichtung schon mehrfach für den Deutschen Schulpreis nominiert

Von Antje Mewes und David Schröder VOLKSSTIMME

Salzwedel l Auch wenn sie es nicht unter die besten sechs geschafft haben, sind die Jeetzeschüler, ihre Lehrer und die weiteren Mitarbeiter Sieger. Deshalb darf sich die Enttäuschung in Grenzen halten. Denn was sie im Vorfeld für die Teilnahme und Nominierung geleistet haben, kann ihnen keiner mehr nehmen. Und zu den besten 15 Schulen Deutschlands zu gehören, ist mehr als jede andere Schule im Bundesland von sich behaupten kann. 5000 Euro als Anerkennung für das Erreichen des Finales sind ebenfalls ein Trost und ein finanzieller Motivationsschub, es nächstes Jahr noch einmal zu versuchen.

Eine wichtige Hürde auf dem Weg nach Berlin hatte die reformpädagogische Einrichtung bereits Ende Januar genommen. Die Schule hatte sich unter den 78 Bewerbern deutschlandweit unter den besten 20 platziert. Eine Experten-Jury war vor Ort, die sich an zwei Tagen von den Stärken der freien Schule überzeugte. Hospitationen im Unterricht, die Vorstellung von Projekten oder auch eine abendliche Gesprächsrunde mit Eltern und ehemaligen Schülern haben überzeugt. Mitte März verkündete National-Torwart Manuel Neuer per Videobotschaft, die Jeetzeschule ist im Finale. Der Jubel war groß.

Schon 2008 hatte sich die Jeetzeschule um den Deutschen Schulpreis beworben der seit 2006 von der Robert-Bosch- und der Heidehof-Stiftung ausgelobt wird. Damals hatten es die Salzwedeler nicht in die Vorauswahlrunde geschafft. 2010 gelang es unter die besten 50 zu kommen und 2015 gehörte die Schule erstmals zu den Top 20. Unter den vier teilnehmenden Schulen Sachsen-Anhalts belegte sie damit den ersten Platz. Und trotzdem war 2015 zunächst kein gutes Jahr für die Jeetzeschule, denn das Landes-Kultusministerium beanstandete Mängel und drohte mit Schließung. Die Schulleitung suchte sich Verbündete, konnte sich erfolgreich wehren und die Skeptiker widerlegen.

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