Bekannte Kinoplakate neu aufgelegt

Bekannte Kinoplakate neu aufgelegt: das war das Thema des Kunstkurses der 13. Klasse der Jeetzeschule in Salzwede. Die angehenden Abiturienten hatten die Aufgabe, die Szene eines Kinoplakates nachzustellen, zu parodieren, zu verfremden oder in einen Bezug zu Salzwedel zu setzen.

Über einen Zeitraum von vielen Monaten haben Pia Dübler, Jeanette Ehrhardt, Alina Jürgens, Svea Kuba, Linn Nilsson, Isabel Puscher, Julia Schnell, Darius Steiner und Robin Meyer aktuelle und bekannte Filmplakate in Salzwedel und Umgebung nachgestellt. Einige Aufnahmen entstanden im Studio, die meisten jedoch in der historischen Altstadt von Salzwedel, zum Beispiel im Burggarten, an der alten Stadtmauer oder in der Neuperverstraße. Dabei zeigten sich die Schüler sehr einfallsreich. So wurde zum Beispiel mit Plakaten die Neuperverstraße entlanggelaufen oder ein Schulsofa und ein Couchtisch still und heimlich aus der Schule entwendet und in den Burggarten getragen. Als dann auch noch die Hüllen fielen, waren die Blicke der Bauarbeiter völlig auf uns gelenkt.

Fast alle Aufnahmen entstanden mit Hilfe des Fotografen Heinrich Herbrügger, der auch die Bearbeitung koordinierte und den Schülern das technische Know-how vermittelte. Als verantwortliche Kunsterzieherin hatte ich die Idee zu diesem Projekt und setzte die Impulse. Die Darsteller sind die Jugendlichen selbst.

Nach Abschluss der Arbeiten entstand die Idee aus den Bearbeitungen einen Kalender herzustellen in einer limitierten Auflage von 100 Stück. Allein während der Ausstellungseröffnung am 30. Oktober 2013 gingen 70 Kalender an die Besucher. Kurz vor Weihnachten waren alle verkauft.  Ein ausgewähltes Motiv ist seit Januar 2014 an der Giebelwand der Schule zu bestaunen.

Im Namen der Schüler danke ich Jürgen Bode für das erlaubte Stöbern im Archiv des Salzwedeler Filmpalastes und die Vorfinanzierung, ohne die der Druck nicht möglich gewesen wäre. Danke auch an Norbert Puscher von der Swiss Life Select für die Spende, mit der das Künstlerhonorar finanziert wurde.

Und vor allem danke an Heinrich Herbrügger für die geduldige und zeitaufwändige Unterstützung.

Heike Herrmann

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