Für die Herausforderungen des Jahrgangs 10 suchen wir in jedem Jahr Begleitungen.

Was sind die Aufgaben der Begleitperson?

Du als Begleiter bist im Notfall da, um die Jugendlichen als Aufsichtsperson zu begleiten und sie bei ihrer Herausforderung zu unterstützen. Im Verletzungs- oder besonderen Krankheitsfall informierst du die Schule und die Erziehungsberechtigten. Aber im Sinne der Herausforderung reagierst du nur in Extrem- und Notfallsituationen.

Deine Aufgaben sind es

  • dich nicht in die Selbstorganisation der SchülerInnen einzumischen (z.B. wenn diese einen falschen Weg einschlagen oder unrealistische Zeitberechnungen anstellen). Der Kern des Projekts ist es, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Ziel selbstständig verfolgen. Das kann auch bedeuten, dass sie scheitern, dass sie Fehler machen, dass sie Konflikte aushalten müssen und diese eigenverantwortlich lösen sollen.
  • die Aufsichtspflicht trotzdem gewissenhaft wahrzunehmen. Dazu gehört die Verantwortung zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes, Sicherheitshinweise zu geben und Gefahren früh genug zu erkennen und präventiv einzugreifen.
  • die Erklärung der Eltern zum Projekt Herausforderung (siehe Anhang) immer bei sich tragen, sie dient dir als Kontakt- und Checkliste mit allen wichtigen Informationen über die einzelnen Gruppenteilnehmer.
  • gruppenstärkende Methoden anzuregen, in denen die Jugendlichen Konflikte reflektieren, ihr Gruppengefühl stärken und ebenfalls den Raum bekommen, ihre eigenen Bedürfnisse kommunizieren zu können. Eine solche Methode könnte eine von dir regelmäßig organisierte Teamsitzung am Ende des Tages sein.

Die Regel für deine Begleitung ist: Soviel Sicherheit wie nötig, soviel Freiheit wie möglich.

Die Herausforderung muss eine Herausforderung für jeden einzelnen Schüler sein. Dabei muss die Gruppe sich für eine gemeinsame Tätigkeit entscheiden und handlungsfähig bleiben. Deine Aufgabe ist es, mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam einen Mittelweg bezüglich ihrer Interessen zu finden. Du musst im Blick haben, dass die Herausforderung offen genug ist, damit die Schüler ihre selbst gesteckten Ziele selbstständig verfolgen können. Du erinnerst die Gruppe, welchen Sicherheitsstandards die Herausforderung genügen muss. Dies betrifft z.B.: Ist es eine gesicherte Badestelle? Wie alt sind die Teilnehmer? Wie lange dürfen diese in einer Bar bleiben? Was musst du im Blick haben?

Dies betrifft auch den Verlauf der Herausforderung: Geht die Gruppe gemeinsam durch die Herausforderung? Entspricht sie jedem beteiligten Schüler? Kommt jeder auch zu seiner persönlichen Herausforderung? Oder ist sie nur als verlängerter Urlaub geplant (insbesondere: Wie funktioniert die Regel technische Geräte aus/ an zu lassen?)

Ziel der kompletten Begleitung ist es, ohne Unfälle und Abbrüche deine Gruppe erfolgreich durch ihre Herausforderung mit Spaß und Mut zu begleiten.

Wie bereitest du dich auf die Herausforderung vor?

Erste Schritte, um Begleiter zu werden

  • Führungszeugnis beantragen und an die JiS weiterleiten:

Es darf nicht älter als ein Jahr sein. Die Kosten übernimmt die Schule.

  • Begleitervertrag

Diesen Vertag, in dem die formalen Bedingungen geregelt sind, aufmerksam lesen und unterschrieben an die JiS zurückschicken. (siehe Anhang)

  • Jugendleiterausbildung absolvieren und den Nachweis darüber an der JiS vorlegen (JuLeiCa, mehr Informationen findest du hier: http://www.juleica.de). Die Kosten hierfür belaufen sich zwischen 25 € (BUND Jugend Sachsen-Anhalt) und 59 € (LV der Kinder- und Jugenderholungszentren). Die JiS übernimmt einmalig 20 € der Kosten. Alternativ hast du eine pädagogische Ausbildung oder befindest dich in einer.
  • Außerdem ist es dir natürlich auch möglich, dich auf eigenen Wegen intensiver mit deinen Aufgaben als Begleiter zu befassen. Du findest zum Beispiel gute Hinweise in dem „Ratgeber für JugendleiterInnen“.
  • Du greifst nur ein, wenn

1. Gefahr für Leib und Leben der Jugendlichen besteht

2. dritte Personen in Gefahr sind

3. das Ansehen der Schule gefährdet ist!

Wie geht es weiter?

  • Coach kontaktieren: Wenn die Gruppe feststeht, bekommst du einen Kontakt zum Coach der Herausforderungen. Der Coach bekommt auch deinen Kontakt. Nehmt schnellstmöglich Kontakt miteinander auf. Wenn er sich noch nicht bei dir gemeldet hat, melde dich auf jeden Fall telefonisch oder per Mail.
  • Informationen über die Schülerinnen und Schüler einholen: Im Vorfeld füllen die Erziehungsberechtigten eine sog. Erklärung der Erziehungsberechtigten (Vorlage siehe Anhang) für das Projekt Herausforderung aus. Diese Erklärung enthält wichtige Informationen über die Schülerinnen und Schüler wie z.B. Kontaktdaten im Notfall, Informationen zum Gesundheitszustand und Daten zu Kranken- und Haftpflichtversicherung. Die Eltern nehmen ehrenamtliche Mitarbeiter, z.B. dich als Begleiter, aus der Haftung, sofern du nicht deine Aufsichtspflicht grob fahrlässig vernachlässigst. Das bedeutet, dass du im Falle eines Sachschadens nicht aufkommen musst, es sei denn du verletzt deine Aufsichtspflicht. Du bekommst die Erklärung in Kopie vor der Herausforderung im Juli zugesandt. Bitte diese sorgfältig durchlesen: ihr müsst evtl. Allergien & Krankheiten mit Eltern abklären. Sortiert vor der Herausforderung unbedingt alle Erklärungen. Tragt Euch alle Notfallrufnummern in euer Handy oder auf ein extra Blatt ein. Trägt alle Dokumente immer bei Euch.
  • Treffen mit den Schülerinnen und Schülern & deren Eltern: Die Schülerinnen und Schüler sind angehalten, bis Mitte Mai ein Treffen mit allen Eltern und den Begleitern zu organisieren. Vertrauen ist eine wichtige Säule im Projekt Herausforderung. Je früher dich die Eltern kennen, desto mehr Vertrauen erfährst du für deine Tätigkeit und desto einfacher wird es, die Gruppe zu betreuen. Bemühe dich um einen guten Kontakt.
  • Kosten: Die Kosten für die Begleiter werden von den Gruppenteilnehmern getragen.
  • Deine eigene Ausrüstung/ Vorbereitungen: Überprüfe deine eigene Ausrüstung wie Fahrrad, Schuhe, Zelte, etc. auf Tauglichkeit. Ebenso wichtig wie bei den SchülerInnen sind deine eigenen Versicherungskarten & Dokumente (bei EU-Ausland Versichertenkarte, Personalausweis etc.).
  • Vor der Herausforderung: Werde deiner Rolle bewusst und beschäftige dich mit deinen Rechten & Pflichten als BegleiterIn!

Rechtliche Grundlagen

Hier ein grober Überblick zu den rechtlichen Hintergründen, zu den Begriffen

Aufsichtspflicht, Haftung und Jugendschutz (JuSchuG):

Aufsichtspflicht

fahrlässig

Du erkennst eine Gefahr, hoffst aber, dass nichts passiert und deine Sicherheitsvorkehrungen ausreichen.

vorsätzlich

Du weißt, dass im Verlauf der Situation ein Schaden entstehen wird, greifst aber nicht ein.

Versicherung der Schule

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Zeit der Herausforderung über die Versicherung der Jeetzeschule in Salzwedel sowie der Unfallkasse Sachsen-Anhalt versichert. Bei mutwilligen Sach- und Personenschäden, die von Schülerinnen und Schülern verursacht werden, haften die Eltern.

Du bist als Begleiter im Praktikumsverhältnis ebenfalls über die Berufsgenossenschaft versichert. Wir empfehlen dir bei Reisen ins Ausland, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Jugendschutzgesetz (JuSchuG)

Das JuSchuG gilt in der Öffentlichkeit. Was die Kinder bei sich zu Hause dürfen und nicht dürfen (z.B. rauchen) ist die Sache der Eltern, spielt jedoch für unsere Herausforderung keine Rolle. Du bist verantwortlich für das Einhalten der Gesetze im öffentlichen Raum.

Wie reagierst du in schwierigen Situationen?

Konflikte in der Gruppe sind Teil der Herausforderung. Darum gilt stets unangenehme Situationen richtig einschätzen zu können und im Normalfall auszuhalten. Die Gruppe soll Streit, Meinungsverschiedenheiten, Unsicherheiten u. ä. aushalten und lösen lernen.

Dennoch übernimmst du zu jedem Zeitpunkt eine pädagogische Rolle. Um dein Team immer wieder handlungsfähig für den nächsten Tag zu machen, bietet sich an: jeden Abend eine Reflexions-Runde anzuregen, in der die Jugendlichen reflektieren, Positives anerkennen, Verhaltens-Varianten andenken, neue Strategien überlegen und Konflikte beilegen können.

Die Verpflegung auf der Herausforderung erfolgt vollständig gemeinschaftlich. Die Gruppe plant gemeinsam, was sie essen will, was sie dafür benötigt, wer es einkauft und wer es zubereitet. Sollten sich die Schülerinnen und Schüler weigern, dich mitzuversorgen, dann melde dich bei uns. Dieses Verhalten wird nicht toleriert, gemeinschaftlich essen und dich als Begleiter mitzuversorgen ist Dankbarkeit der Schülerinnen und Schüler an euch.

Bei einem Notfall während der Herausforderung

Bei einem Unfall meldest Du dich bitte sofort zuerst bei der Schule und dann bei den Eltern. Wir kümmern uns dann zusammen mit dir um die nächsten notwendigen Schritte. Es ist unerlässlich, schnellstmöglich einen Unfallbericht aufzunehmen, der spätestens zwei Tage nach dem tatsächlichen Unfall im Sekretariat der Jeetzeschule in Salzwedel aufgenommen werden muss.

Auch wenn du einen Unfall hast, brauchen wir dringend einen Unfallbericht, ansonsten können die Kosten des Arbeitsunfalls nicht getragen werden.

Im Notfall rufst du folgende Notfallnummer des Teams Herausforderung an:

01 73 – 47 23 83 4 (Antje Pochte)

01 72 – 25 01 60 3 (Berthold Schulze)

Wichtig: Schalte deine Rufnummerunterdrückung aus, damit wir ggf. zurückrufen können.

Handzettel zum Downloaden

Kunstprojekt 2021
Förderverein der Jeetzeschule

Der Verein bezweckt die Förderung der reformpädagogisch orientierten „Jeetzeschule in Salzwedel“, Integrierte Gesamtschule in freier Trägerschaft. Hier finden Sie den Aufnahmeantrag als PDF Download.

Spenden für die Jeetzeschule

Zum Spendenformular
 
Zum Spendenshop


 
 


  • Paradigmen-Wechsel für die Berufsorientierung
    In vielen unserer Schulen befinden sich die Schüler:innen während ihrer Schulzeit wie in einem Zug auf einem Gleis. Manche brechen aus und springen ab. Die allermeisten folgen dieser vorgegebenen Schiene aber bis zu einem Abschluss, der Endhaltestelle des Zuges. Eine Weiterfahrt ist spätestens nach dem Abitur nicht möglich, alle müssen aussteigen und sich neue Verkehrsmittel […]
  • Den FREI DAY an der Grundschule umsetzen
    In der dritten Folge des FREI DAY Podcasts hat Clara die Lehrerinnen Christina Feldmann (Grundschule Bothmer), Caroline Frey (Schweizerhof Grundschule Berlin) und Tina Vahldieck (Grundschule am Rosenbusch) eingeladen. Alle drei setzen den FREI DAY an ihren Schulen bereits um und berichten von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Meilensteinen. Viel Spaß beim Zuhören! Der Beitrag Den FREI DAY […]
  • Lernen mit Freude
    In den unteren Klassen gibt es das ja noch oder wieder – Lernen mit Freude. Aber auf dem Weg zum Abitur? Wenn der Druck gute Noten zu haben, spürbar steigt und der „Ernst des Lebens“ an der Tür klopft?! Der Beitrag Lernen mit Freude erschien zuerst auf Schule im Aufbruch.
  • Zum Urknall!
    14 Jahre Verzögerung, sechs Milliarden Dollar Mehrkosten gegenüber den ursprünglichen Plänen - nun aber soll das James-Webb-Weltraumteleskop endlich ins All starten. Der Blick des Instruments im Infrarotbereich reicht weit zurück und soll die ersten Sterne und Galaxien zeigen – zudem Hinweise auf die frühesten Schwarzen Löcher, die womöglich direkt aus dem Urknall stammen.Von Dirk Lorenzen
  • Der große Amateurastronom aus Violau
    Unter Sternfreunden haben der Name Martin Mayer und der Ort Violau einen geradezu magischen Klang. Der charismatische Amateurastronom verstand es wie kaum ein anderer, Menschen die Faszination des Himmels nahezubringen.
  • Die neue Virusvariante B.1.1.529 (Omicron) im Überblick
    In Südafrika ist eine neue Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 entdeckt worden. Einige Politiker und Forscher fürchten, B.1.1.529 (Omicron) könnte noch ansteckender sein als die hochinfektiöse Delta-Variante. Ein Überblick über erste Erkenntnisse und Gegenmaßnahmen.
Unsere Empfehlung

Blick über den Zaun  . . . ist ein Verbund reformpädagogisch orientierter Schulen, der seit 1989 besteht, um Schulentwicklung „von unten" zu betreiben. Ziel des ‚Blick über den Zaun' ist es, durch regelmäßigewechselseitige Besuche („peer reviews"), durch Tagungen und das Anwerben weiterer Schulen dazu beizutragen, dass Schulen im direkten Erfahrungsaustausch voneinander lernen: einander anregen, ermutigen, unterstützen. Grundlage der gemeinsamen Arbeit sind das Leitbild sowie dieStandards, die auf den nebenstehenden Grundüberzeugungen aufbauen.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.
Translate »
GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner