In der Jeetzeschule steigt die Spannung

Am Mittwoch wird in Berlin der Deutsche Schulpreis vergeben / Salzwedeler sind nominiert

Von Antje Mewes VOLKSSTIMME

Gespanntes Warten im März bevor die Nominierung bekannt gegeben wurde. Archivfoto: David Schröder VOLKSSTIMME

Salzwedel l Den Pädagogen und Schülern der Jeetzeschule steht eine aufregende Woche bevor und das nicht nur, weil am Montag die mündlichen Prüfungen beginnen. Am Mittwoch ist in Berlin die Verleihung des Deutschen Schulpreises, und die Jeetzeschule gehört zu den 15 nominierten und damit besten Schulen in Deutschland.

Schon am Dienstag geht es für sechs Schüler, die Schulleiter Antje Pochte und Berthold Schulze, einen Lehrer und einen Elternvertreter in die Bundeshauptstadt. Dort nehmen sie an einem Empfang anlässlich der Preisverleihung mit Buffet teil, wie Schulleiterin Antje Pochte erzählt.

Inzwischen steigt die Spannung. „Es ist noch nichts durchgesickert und somit alles offen“, sagt Antje Pochte. Aber allein unter die 15 besten Schulen Deutschlands gekommen zu sein, sei super. Wenn am Mittwoch um 13.10 Uhr die Preisverleihung beginnt, werden alle, die nicht mit nach Berlin fahren konnten, in der Aula das Geschehen per Fernsehübertragung mitverfolgen.

Insgesamt hatten 78 Bildungseinrichtungen aus ganz Deutschland Bewerbungen für den begehrten Preis eingereicht. Die Salzwedeler Schule schaffte es unter die besten 20. Doch dann stand noch eine Herausforderung bevor, denn im Rennen um den Schulpreis galt es, zu den besten 15 zu gehören. Im Januar hat eine Jury an zwei Tagen die reformpädagogische Einrichtung unter die Lupe genommen. Visitationen im Unterricht standen dabei ebenso auf dem Programm wie Gespräche mit der Schulleitung und mit außerschulischen Partnern. Der gewonnene Eindruck hat die Jury-Mitglieder überzeugt und nun besteht die Chance, Deutschlands beste Schule zu werden.

Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100 000 Euro, die weiteren fünf Preisträger jeweils 25 000 Euro. 5000 Euro sind den Jeetzestädtern bereits sicher, denn die bekommt jede der nominierten Schulen als Anerkennung.

Vergeben wird der Schulpreis seit dem Jahr 2006 von der Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Seit dem Start des Programms haben sich rund 2000 Schulen beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“, informiert Michael Herm, Pressereferent der Bosch-Stiftung.

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