Kunstprojekt verbindet deutsche und russische Jugendliche

Jeetzeschüler zeigen ihre Werke im Kunsthaus von 5. bis 10. März / Kooperation mit Partnergymnasium

Von Jörg Schulze VOLKSSTIMME

Katharina Schünke und Lina Kietzke (von links) von der Salzwedeler Jeetzeschule bereiten hier die Rosenblüten vor, die für ein Kleid bestimmt sind. Fotos: Jörg Schulze VOLKSSTIMME

Salzwedel l Nikita und Ruslan, zwei Schüler des W.W. Dawydowa Gymnasiums aus Nabereshnyje Tschelny in Russland, lieben Salzwedel. „Neben der deutschen Wurst mag ich den Baumkuchen besonders“, sagte Nikata. Ruslan schätzt die Architektur der Häuser und das deutsche Essen allgemein.

Einig sind sich die beiden jungen Russen zudem in ihrer Meinung über die Altmärker. „Alle sind sehr freundlich, es wird viel gelächelt“, hat Ruslan beobachtet. Als sehr angenehm werden den Jungen ihre Gastfamilien in Erinnerung bleiben. Die Verständigung läuft gemischt auf deutsch, russisch und englisch. Von Tag zu Tag wird es ein wenig besser.

Die Jugendlichen gehören zu einer Gruppe von insgesamt 13 russischen Schülern der Klassenstufen 8 bis 11. Begleitet von zwei Lehrerinnen sind sie seit Dienstag für zwei Wochen Gäste der Jeetzeschule. Seit vier Jahren verbindet beide Bildungseinrichtungen eine enge Freundschaft. Die Entfernung von fast 2700 Kilometern ist dabei kein Hindernis.

Herzlicher Empfang

„Der herzliche Empfang lässt die Mühen der zweitägigen Bahnfahrt schnell vergessen. Die Zeit im Zug haben wir uns mit einer intensiven Vorbereitung auf unser Reiseziel vertrieben“, sagte Tatjana Sungatullina. Als Leiterin der russischen Partnerschule hat die Pädagogin das Freundschaftsprojekt von Beginn an begleitet.

Ein fester Bestandteil des jährlichen Besuches der russischen Freunde in der Altmark ist ein gemeinsames Projekt im Kunsthaus Salzwedel. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Zusammen – allein, zu zweit, gemeinsam …“ Hand in Hand kreieren die Jugendlichen noch bis zum kommenden Donnerstag miteinander Kunstwerke und gestalten mit diesen eine Ausstellung. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von Fotografie, über Bildhauerei bis Malerei.

Arne Gille versucht sich als Bildhauer. Sein Ziel ist, das Modell einer Hand zu schaffen. Fotos: Jörg Schulze VOLKSSTIMME

Zur festlichen Eröffnung am Donnerstag, 5. März, ab 17 Uhr sind interessierte Besucher in das Kunsthaus eingeladen. Zu sehen sind die Schülerarbeiten an gleicher Stelle dann noch bis zum 10. März.

Die regelmäßigen Treffen von Schülern und Lehrern der beiden Bildungseinrichtungen haben Tradition. So bereiten sich schon jetzt die Schüler der 8. Klasse der Jeetzeschule auf den Gegenbesuch in Russland vor. Im September, zum Start in das neue Schuljahr geht los. Für ebenfalls zwei Wochen können die Altmärker dann am Leben einer russischen Familie teilnehmen.

Gefördert wird dieses großartiges Projekt seit vielen Jahren von der „Stiftung Deutsch – Russischer Jugendaustausch“.

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