Menschenrechte im Internet?

Jeetzeschüler stellen am Montag Ergebnisse ihrer Workshops zur Gewalt vor

Mit allen möglichen Formen der Gewalt setzen sich die Theatergruppe und ein Medienprojekt in der Jeetzeschule in Salzwedel auseinander. Am kommenden Montag sollen die Ergebnisse schließlich präsentiert werden.

Von Jörg Schulze VOLKSSTIMME

Wie können Hassreden im Internet erkannt werden? Dazu wurden auch Plakate erstellt.

Salzwedel l Gewalt hat viele Formen. Insbesondere im Internet scheinen gezielte Angriffe in Wort und Bild auf Menschen oder Menschengruppen zuzunehmen. Die Anonymität des Netzes macht es möglich. Viele Jugendliche und junge Erwachsene sind in sozialen Netzwerken täglich unterwegs. Durch Medien verschiedenster Art sind sie mit Gewaltdarstellungen mal mehr, mal weniger offen konfrontiert.

Mit diesem Thema setzt sich in dieser Woche die Theaterwerkstatt und das Medienprojekt „Hate – you´re not alone!“ in der Jeetzeschule im Integrationsdorf Arendsee auseinander. 21 Schüler der elften Klasse „Seine“ beschäftigen sich, begleitet von ihrem Stammgruppenleiter Jens Winter, schwerpunktmäßig mit dem Thema „Hassreden im Netz“.

Medienpädagogin Anna-Marie Müller von der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ) Magdeburg und die Schauspielerin Charlotte Knappstein leiten das Projekt gemeinsam an.

Ausgangspunkt sind in diesem Workshop die Menschenrechte und damit verbundene Fragen. „Gelten die Menschenrechte im Internet? Was bedeutet Meinungsfreiheit? Was ist der Unterschied zwischen Mobbing und Hatespeech? Seid Ihr schon von Hassreden betroffen gewesen? Wie habt Ihr euch verhalten? Was kann man dagegen tun?“Methoden des Umgangs aufzeigen

In Workshops behandelte die Theaterwerkstatt der Salzwedeler Jeetzeschule das Thema in seinen vielfältigen Formen. Fotos: Jens Winter

Die Organisatoren des Projektes möchten die Fähigkeit und Motivation bei Jugendlichen entwickeln, Hassreden im Internet zu erkennen und verschiedene Methoden des Umgangs damit aufzeigen. Ziel ist es auch, ein nachhaltiges Bewusstsein für Menschenrechtsprinzipien zu schaffen und diese in der eigenen Nutzung von sozialen Netzwerken und andernorts anzuwenden.

Es werden unterschiedliche Methoden zur Umsetzung angeboten: Freie Improvisation, Schreiben von Szenen, Rollenspiel und Theatrale Ausarbeitung. Situationen können durch den Einsatz von Geräuschen oder von Musik untermalt werden. Kurze Filmsequenzen entstehen. Es kann auch bildnerisch zur Gestaltung des Raumes, eines Plakates oder von Gegenständen gearbeitet werden.

Die Landeszentrale für politische Bildung in Magdeburg fördert dieses Projekt. Die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ)Magdeburg sowie der Offene Kanal Salzwedel und der Offene Kanal Magdeburg sind Kooperationspartner. Die LKJ ist landesweit anerkannter Träger der Jugendhilfe in Sachsen-Anhalt und Dachverband für Vereine und Verbände der Kinder- und Jugendkulturarbeit in Sachsen-Anhalt. Die LKJ Sachsen-Anhalt ist dem Dachverband der BKJ – Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung angeschlossen.

Bei der abschließenden öffentlichen Präsentation am kommenden Montag, 9. September, um 18 Uhr in der Jeetzeschule werden alle Workshop-Ergebnisse gezeigt. Sicher auch für die Eltern ein interessanter Termin.

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