Schüleraustausch mit Hindernissen

„Wegen einer technischen Störung werden alle Fahrgäste gebeten, den Zug zu verlassen.“

Mit diesen Worten begann am Samstag, dem 7. September um 6:53 Uhr auf dem Salzwedler Bahnhof das Abenteuer Russlandaustausch. Wieder einmal startete ein Schüleraustausch mit der russischen Partnerschule Nr. 46 in Petrosawodsk. Jedoch begann alles dieses Mal nicht wie sonst, sondern damit, dass die Lok brannte. Was nun? Nach kurzer Beratung teilten sich die Schüler auf drei Autos auf und wurden von Eltern nach Wittenberge gefahren. Dort angekommen setzten sie sich in den Zug und fuhren weiter nach Berlin Tegel. In Berlin trafen sie auf Frau Sheltonoshko und ihren Mann, die die Reise begleiteten. Dann setzen sie wie ursprünglich geplant gemeinsam den Trip zum Flughafen fort. Nach zwei weitern Stunden des Eincheckens startete dann der Flieger nach St. Petersburg. Dort gelandet ging es fast direkt weiter zum Bahnhof. Am Abend fuhr dann der Nachtzug mit den Schülern und ihrer Begleitung nach Petrosawodsk ab. Nach einer langen Nacht erreichte der Zug schließlich die Hauptstadt Kareliens, wo bereits die russischen Gastgeber auf ihre Gäste warteten und das Abenteuer Russlandaustausch begann…

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Die Woche wurde unterschiedlich gestaltet. Der Sonntag stand allen Familien zur freien Gestaltung und so wurde überall etwas anderes unternommen. Manche fuhren aufs Land zu den Großeltern, manche blieben in der Stadt und andere trafen sich mit Freunden. Am Montag kamen alle zusammen in die Schule und berichteten von ihrem Wochenende. Nach einem Schulrundgang und einem vorzüglichen Mittagessen brachen alle als erstes zur Besichtigung des lokalen Puppenmuseums auf. Nach einer spannenden Märchenstunde wurde der Tag mit einer Partie Bowling abgerundet. Während des Dienstags besuchten die deutschen Schüler zusammen mit ihren Gastgebern den Unterricht. Nach interessanten Englischstunde in der Schule 46 und einem abendlichen Treffen aller deutschen Schüler und deren Gastgebern brach auch schon der Mittwoch an. Im Gegensatz zu den letzten zwei Tagen war für heute ein Programm außerhalb von Petrosawodsk geplant. Es ging zum Teufelsstuhl, einem erloschenen Vulkan, welcher direkt an den Onegasee  angrenzt. Mit vielen Spielen, eine, guten Picknick und einer fabelhaften Aussicht wurde der Tag in der Natur verbracht. Und dann brach auch schon der Tag des Abschieds an. Doch zuvor verbrachten die Schüler wieder einige Stunden in der Schule und anschließend brachen alle  zur Besichtigung  der Redaktion einer regionalen und einer überregionalen Zeitung auf. Dort verbrachten die Schüler zwei spannende und interessante Stunden und nach einer aufkommenden Panik da ein Rucksack samt Ausweis und Papieren fehlte, ging es dann auch schon wieder zurück. Als letztes buken alle deutschen und russischen Schüler eine russische Spezialität: Piroggen. Nach dem Verzehr und einer abschließenden Rede der Schulleiterin war das Programm zu Ende und alle gingen wieder zurück in ihre Gastfamilien. Eine Stunde später trafen sich alle Schüler zu einer dreistündigen Shoppingtour durch das Zentrum von Petrosawodsk.  Nach dem Sachenpacken ging es zum Bahnhof. Und dann kam schon der Moment des Abschiedes. Unter vielen Tränen stiegen die Schüler mit Herrn und Frau Sheltonoshko und Stanislaw Gaidjuk in den Nachtzug, dessen Abfahrt nach St. Petersburg um 22 Uhr erfolgte.

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Am Freitag früh erreichten wir St. Petersburg und damit die letzte Station unserer Reise. Der Tag wurde mit einem deftigen Frühstück begonnen. Nachdem die Sachen im Hotel verstaut waren, ging es als erstes zu Isaak-Kathedrale. Wir bestiegen die Aussichtsplattform und hatten einen wunderbaren Blick auf das sonnige St. Petersburg. Eine Bootstour auf der Newa und den Kanälen des „Venedigs des Nordens“ gab uns viele interessante Eindrücke von der Stadt Peters des Großen. In den verbleibenden Stunden wurden dann die letzten Rubel für Souvenirs auf den Kopf gehauen. Und mit einer letzten Nacht im Hotel ging das Projekt Russlandaustausch zu Ende.

Hannes Zörner

(Quelle: „Flaschenpost“)

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