Sind wir nicht alle ein bisschen Luther?

Das Musical „Sind wir nicht alle ein bisschen Luther“ der Jeetzeschule in Salzwedel wird am Dienstag, dem 30. Mai 2017 in der Salzwedler Katharinenkirche um 17 Uhr aufgeführt. Alle Musikliebhaber und Luther-Fans sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei – um eine kleine Spende wird gebeten.

Luther in Salzwedel

Vor fünfhundert Jahren schlug Martin Luther angeblich seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche und knipste damit nach 1000 Jahren dunkelstem Mittelalter das Licht wieder an. Als freie Schule in Sachsen-Anhalt konnten wir dieses Thema einfach nicht vorüber ziehen lassen, denn schließlich leben wir nicht nur im Bundesland der Reformation, sondern haben auch in unserem Konzept die Idee des freien Denkens verankert. Und mit der Vorlage des Pop-Oratoriums „Luther“ von Dieter Falk und Michael Kunze war auch schnell ein mitreißendes Werk gefunden. Schnell wurde uns aber klar, dass das gesamte Werk zu schwer, zu lang, zu kompliziert für unsere Schüler ist. Deshalb haben wir nur die schönsten Nummern einstudiert und ein paar Dialoge selbst geschrieben. Herausgekommen ist das Musical „Sind wir nicht alle ein bisschen Luther?“, das am 30. Mai 2017 um 17 Uhr in der Katharinenkirche in Salzwedel aufgeführt wird.

Rund 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 sind seit September 2016 fleißig am Singen, Grooven und Schauspielern. Bei einem Intensiv-Wochenende in Arendsee Anfang Mai hat das ganze Stück den letzten Schliff bekommen und kann nun aufgeführt werden.

Die Handlung rankt sich um den Reichstag zu Worms 1521, bei dem Luther Gelegenheit erhielt, seine Schriften zu widerrufen, um der Reichsacht zu entgehen. Der Ausgang ist bekannt: Luther konnte nicht gegen sein Gewissen handeln und wurde auf dem Heimweg nach Wittenberg von Kurfürst Friedrich von Sachsen zum Schein entführt und auf die Wartburg gebracht, wo er die Bibel ins Deutsche übersetzte.

Die Musik bietet eine große Bandbreite von Gospel-Songs über Pop-Balladen bis zu groovigen Rock-Hymnen. In den Texten spielt Gott dem Thema gemäß eine wichtige Rolle, es soll aber niemand bekehrt werden. Vielmehr wird Luther als ein von Zweifeln geplagter Mensch gezeigt, der seinen Mitmenschen wünschte, dass sie selbst über ihr Leben bestimmen können und sich nicht von den Mächtigen Angst einjagen lassen.

Den Zuschauer erwartet also etwa eine Stunde historisches Drama mit knackiger Musik. Unsere Akteure haben schon seit Monaten so manchen Ohrwurm, und Martin Luther hätte es bestimmt auch gefallen.

 

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