Marie Bode – Schülerin der Stammgruppe Tennessee 9. Klasse

Marie Bode klMarie Bode – Schülerin der Stammgruppe Tennessee 9. Klasse: “Ich gehe auf die Jeetzeschule in Salzwedel, weil ich gerne am Neigungskurs Reiten teilnehme und zu Fuß zur Schule gehen kann. Hier an der Jeetzeschule habe ich viele Freundinnen mit denen ich ohne Druck lernen kann. Wichtig sind mir Toleranz, selbständiges Lernen und selbstbewusstes Handeln.”

Neigungskurse

Einmal in der Woche gibt es jahrgangsübergreifend für jeden Schüler/ jede Schülerin freitags Vormittag einen Neigungskurs, Dauer 80 Minuten. Durch die Vielzahl an Angeboten arbeiten die Gruppen mit maximal 10 Schülerinnen und Schülern, oft noch darunter.

Projektunterricht

Projektarbeit ist in aller Regel fach- und lernfeldübergreifend und nimmt daher einen relativ großen Umfang ein. Ab Klasse 7 geht der vernetzte Unterricht (VU) in den Projektunterricht über. Dies bedeutet, dass einige Fächer nicht im gebundenen Unterricht stattfinden, sondern von den Schülern selbstständig „erforscht“ werden.
Die SchülerInnen entscheiden sich nach einer Einführungsphase von einer Arbeitszeit – in der sie sich viele Fragen zu einem feststehenden übergeordneten Projektthema, z. B: „Wasser ist mehr als H2O“, stellen – für ihr Unterthema. Das Oberthema ist jeweils einem Thema aus dem Lehrplan Sachsen-Anhalts für die oben stehenden Fächer entnommen.

In der ersten Arbeitsphase ist das Erstellen von Mindmaps eine wichtige Methode. Daraus ergeben sich die Unterthemen. Diese können z. B: Schifffahrtswege in Norddeutschland oder die Nutzung von Wasserstoff als Antriebskraft oder Hochwasserschutz an der Elbe am Beispiel Hitzackers sein. Außerdem entscheiden die SchülerInnen, mit wem sie ihr Thema bearbeiten möchten. Sie bilden Projektgruppen (höchstens 3 SchülerInnen) und erforschen ihr Thema mit einem selbst erstellten Zeitplan über mehrere Wochen, interviewen Fachleute dazu und bereiten mit ihrer selbst gewählten Methode eine Präsentation vor den Mitschülern vor. In den Jahrgängen 9-11erweitert sich das Publikum, vor dem präsentiert wird auf die Eltern oder andere Zielgruppen außerhalb der Schule.
Die LehrerInnen – eher in der „Rolle“ eines Mentors – begleiten und führen den Prozess bis zur Präsentation, koordinieren und optimieren Zeitpläne. Die Arbeitsgruppe Methoden hat bereits einige Handreichungen und Materialien zu Arbeits- und Präsentationsmethoden erstellt, die den Schülern erklärt werden, damit sie in den Projekten Anwendung finden.

Die Lehrkraft begleitet die einzelnen Projektgruppen durch die verschiedenen Arbeitsphasen und nicht zuletzt durch auftretende Dilemma-Phasen bis hin zu vorzeigbaren, selbständig erarbeiteten Ergebnissen. Diese Forschungsergebnisse sind das „Werk “ von Kopf, Herz und Händen, die Plakate, Dokumentationsmappen, Modelle, kleine Theaterszenen, naturwissenschaftliche Versuche, Power-Point-Präsentationen, eine Ausstellung und vieles mehr entstehen lassen. Denkbar wären auch Trickfilme mit selbstentworfenen Puppen oder Podiumsdiskussionen. Es finden ständig Evaluationen zu den Themen und deren Bearbeitung statt, so dass es immer wieder zu Verbesserungen kommt.Mit der differenzierten Begleitung der LehrerInnen erwerben die SchülerInnen durch das Üben von Inhalten und Methoden grundlegende Kompetenzen zur Darlegung ihrer Ergebnisse vor wechselndem Publikum –z. B: freies Sprechen, Haltung, Entertainmentelemente. Der im Projektunterricht erreichbare, hohe Grad an Selbstständigkeit bei der Erforschung eines Themas, gepaart mit einem hohen Maß an Entscheidungskompetenz und der erworbenen Fähigkeit, Ergebnisse wirkungsvoll zu präsentieren, legt nahe, dass weiterreichende Projektphasen längst Einzug in den fachgebundenen Unterricht gehalten haben (z. B: Naturwissenschaften).

 

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