Wasser schweißt zusammen

Die schwarze Wolke nahte unübersehbar. Regen – auch das noch. „Los paddeln!“ Der Ruf des Guide Manfred hallte über den Vilzsee. Endlich der Kanal, eine Brücke. Schon platschen die ersten schweren Regentropfen auf das Wasser. Die sieben Kanadier mit abenteuerlichen Namen wie „Psycho“, „Weicheier“, „Gartenzwerge“ und „Ozeanriese“ schieben sich immer schneller vorwärts. Endlich wird die Brücke erreicht, Hände klammern sich an die Bootswände, ja nur alle unter das schützende Dach halten. Ein Kraftakt. Doch auf einmal schiebt sich ein Motorboot auf den Kanal in Richtung Diemitzer Schleuse vorwärts. Rücksichtslos, die unerfahrenen Wasserwanderer ignorierend und viel zu schnell. Eine Kollision droht. Für einen Paddler bleibt nur noch eines – ein beherzter Sprung ins nasskalte Wasser.

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Was für ein Auftakt für die junge Stammgruppe Kubango, die sich erst vor wenigen Tagen zusammengefunden und sich ihren Namen nach dem großen und rätselhaften afrikanischen Fluss gegeben hat. Carl übersteht das nasse Abenteuer ohne Schaden. Helfende Hände von allen Seiten am Kanalufer und abends am Lagerfeuer auf dem Campingplatz Canow beruhigende Worte. Wasser schweißt die neue Klasse zusammen.

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Fünf Tage sind beide siebenten Klassen Darling und Kubango im September 2013 auf der mecklenburgischen Seenplatte unterwegs. Kubango startet mit Manfred und den Stammgruppenbetreuern Sabine Tiede, Holger Thiel und Praktikant Julian traditionell von der Kanustation Granzow über den Mirower See, Zotzensee und Vilzsee in Richtung Woblitzsee bei Wesenberg. Zelte aufbauen, kochen, schlafen, Zelte abbauen, kochen und paddeln und nochmals paddeln. Mehrere Schleusen sind zu meistern, zweimal wird bei einheimischen Fischern ein Zwischenstopp eingelegt. Fünf aufregende Tage mit zunehmend besserem Wetter. Der Höhepunkt war der Abstecher in die Schwaanhavel, ein kleiner verwunschener Wasserlauf – Natur pur.

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Am Freitagnachmittag nahmen die Eltern übermüdete, erschöpfte aber sehr stolze „See-Bären“ in ihre Arme. Die Paddeltour war eine echte, dank der richtigen Ausrüstung, aber nicht unlösbare Herausforderung. Und es blieb aufregend in der siebenten Klasse. Pauline zieht weg, dafür kommt Celine. Das erste Berufspraktikum wird erfolgreich gemeistert, im Februar 2014 streichen  Eltern und Schüler gemeinsam den Stammgruppenraum von der Decke bis zu den Türen und Jun und Luca sind die ersten Jeetzeschüler, die einen Innenraum mit einem Graffito gestalten. Kubango hat Fahrt aufgenommen – der Kurs stimmt und Klippen werden gemeinsam gemeistert.

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